Zuverlässigkeit lernen: 5 einfache Wege

Ich erwarte Zuverlässigkeit. Die meisten werden diese These vermutlich zustimmen können. Wir wollen uns auf die Familie, unsere Freunde aber auch auf die Kollegen am Arbeitsplatz verlassen können und zählen darauf, dass dieser ihre Versprechen einhalten. Die hohen Ansprüche, die an andere gestellt werden, müssen allerdings auch für die eigene Person angelegt werden. Oder anders ausgedrückt: Wer Zuverlässigkeit bei seinem Umfeld voraussetzt, sollte besser selbst auch zuverlässig sein. Sollte es damit ab und zu noch Schwierigkeiten geben, brauchen Sie nicht gleich den Kopf hängen lassen. Mit diesen fünf einfachen Wegen, lässt sich mehr Zuverlässigkeit lernen...

 

Zuverlässigkeit steht hoch im Kurs

Nahezu jeden Tag können wir an uns selbst, aber auch an anderen Personen bemerken, welchen Stellenwert die Zuverlässigkeit heutzutage erreicht hat. Wie erwarten, dass die Bahn uns zuverlässig von A nach B bringt, Autos werden gekauft, wenn sie besonders zuverlässig sind und meist sind es die Kollegen, auf die wir uns wirklich verlassen können, die wir im Job für kompetent und freundlich zugleich halten.

Auch Vorgesetzte sind regelmässig von zuverlässigen Mitarbeitern begeistert, denn sie wissen genau, dass eine wichtige Aufgabe auch zur vollsten Zufriedenheit erledigt wird. Doch warum steht Zuverlässigkeit so hoch im Kurs? Drei Gründe sind:

 

  • Zuverlässigkeit vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Viele Menschen wollen Risiken so weit es möglich ist aus dem Weg gehen. Genau dieses Gefühl vermittelt Zuverlässigkeit. Egal ob eine zuverlässige Person oder wie im obigen Beispiel ein zuverlässiges Auto: Man weiss, was man hat und fühlt sich sicher.

 

  • Zuverlässigkeit schafft Vertrauen. Vertrauen aufzubauen ist schwer, doch zuverlässigen Menschen fällt es deutlich leichter. Wer einige Male unter Beweis gestellt hat, dass man sich zu hundert Prozent auf ihn verlassen kann, hat schnell das Vertrauen seines Umfelds gewonnen, worauf neue Freundschaften und Kontakte aufgebaut werden können.

 

  • Zuverlässigkeit reduziert Stress Eine Aufgabe abzugeben ist leicht. Sich anschliessend aber keine Gedanken mehr darüber zu machen, ob diese auch wirklich erledigt wird, ist etwas ganz anderes. Können Sie sich aber auf den Kollegen verlassen, haben Sie nicht dieses schlechte Gefühl im Hinterkopf und können entspannter an anderen Dingen arbeiten.

 

5 einfache Wege um Zuverlässigkeit zu lernen

 

Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen immer etwas dazwischen kommt, wenn Sie versuchen Ihr Wort zu halten? Sie wollten dem Kollegen eine Aufgabe abnehmen, doch plötzlich ruft der Chef Sie zu einem Meeting oder Sie haben versprochen einkaufen zu gehen, aber am Abend ist der Kühlschrank doch wieder leer. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, können Ihnen diese 5 einfachen Wege helfen, zuverlässiger zu werden. Denn Zuverlässigkeit lässt sich lernen.

 

  1. Behalten Sie den Überblick über Verpflichtungen

Zuverlässigkeit bedeutet nicht, anderen einen Gefallen tun zu wollen und aus reiner Freundlichkeit zu jeder Bitte "Ja" zu sagen. Der häufigste Grund, warum Versprechungen nicht eingehalten werden können, ist eine falsche Einschätzung der eigenen Kapazitäten und des benötigten Zeitaufwands. Sagen Sie nicht voreilig zu, sondern denken Sie erst darüber nach, ob Sie die Aufgabe tatsächlich erledigen können. Es ist auch in Ordnung einen Kompromiss anzubieten, beispielsweise dass gerne eine Aufgabe übernehmen können, aber nicht vor morgen oder sogar übermorgen damit anfangen können.

 

  1. Verhalten Sie sich immer ehrlich

Nichts zeugt von grösserer Unzuverlässigkeit als Lügen und Manipulation. Bleiben Sie daher immer bei der Wahrheit, wenn Sie Ihren Ruf nicht langfristig ruinieren wollen. Sie haben versprochen, bei einem Kunden anzurufen und wichtige Details zu klären, haben es aber vergessen? Stehen Sie dazu und behaupten nicht, Sie hätten dem Kunden auf die Mailbox gesprochen. Früher oder später kommen diese Dinge immer ans Licht und spätestens dann geraten Sie in Erklärungsnot. Geben Sie Ihren Kollegen und auch dem Chef keinen Grund, um an Ihrer Zuverlässigkeit zu zweifeln.

 

  1. Kommunizieren Sie so früh wie möglich

Wenn Sie eine Zusage gemacht haben, wartet Ihr Gegenüber sicherlich auf eine Rückmeldung ihrerseits. Warten Sie damit also nicht bis zum allerletzten Moment. Rufen Sie beispielsweise kurz an und sagen, dass alle Aufgaben erledigt sind. Noch mehr gilt diese Regel bei schlechten Nachrichten. Konnten Sie aus nachvollziehbaren Gründen Ihr Wort nicht halten, teilen Sie dies sofort mit. Nur so geben Sie Ihrem Gegenüber die Chance, selbst noch aktiv zu werden und den schlimmsten Schaden zu verhindern.

 

  1. Respektieren Sie die Zeit

Ein wichtiger Aspekt von Zuverlässigkeit ist Pünktlichkeit. Haben Sie sich zu einem Meeting verabredet oder zugesagt, eine Präsentation bis Mittwochs um 13 Uhr fertig zu stellen, dann ist es ein Zeichen von Respekt, diese Zeiten einzuhalten. Tun Sie dies nicht, stellen Sie sich selbst damit über Ihre Gesprächspartner und sagen indirekt: Meine Zeit ist wichtiger als die Zeit anderer. Sollte etwas dringendes dazwischen kommen, gilt der letzte Punkt: Teilen Sie dies so früh es geht mit. So verhindern Sie, dass ein Arbeitskollege auf Sie wartet und sich wundert, wo Sie denn so lange bleiben.

 

  1. Beginnen Sie, was Sie angefangen haben

Der vielleicht einfachste Weg zu mehr Zuverlässigkeit: Lassen Sie sich nicht ablenken und bringen Sie die Aufgaben zu ende, die Sie angefangen haben. Dabei kann Ihnen beispielsweise eine To-Do Liste helfen, aber auch ein Zeitplan, auf dem Sie erkennen können, bis wann eine bestimmte Aufgabe erledigt sein soll. Zuverlässig zu sein ist nicht immer einfach, da sich Aufgaben regelmässig als komplizierter entpuppen, als sie erwartet wurden. Verstricken Sie sich nicht in Ausreden, warum Sie es nicht schaffen, sondern stellen Sie unter Beweis, dass man sich auch bei Schwierigkeiten auf Sie verlassen kann.

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