Von MfG bis Schöne Grüsse: Was E-Mail-Grussformeln über dich verraten

Täglich wandern rund 293,6 Milliarden E-Mails von einem Postfach zum anderen. Was dich in der Nachrichtenflut aber am meisten interessiert, findest du oft erst ganz unten: die E-Mail-Grußformel. Ist dir der neue Geschäftspartner wohlgestimmt? Will sich die Kollegin doch noch mit dir anfreunden? Bist du mit deinem kleinen Fauxpas auf der Beliebtheitsskala deines Chefs nach unten gerasselt? Tja, all das und noch viel mehr kann man aus den kleinen Wörtchen herauslesen – genauso wie die Empfänger deiner E-Mails mit deiner Grußformel einiges über dich erfahren. Was das genau ist und welcher E-Mail-Typ du bist, erfährst du hier.

 

Sonnige Grüsse

I’m walking on sunshine oh oh… Jap, definitiv! Denn wer dir bereits sonnige Grüsse schickt, ist mit Sicherheit ein Strahlefroh schlechthin. Schlechtes Wetter wird einfach weggegrinst, graue Wolken werden von Einhornstaub verdrängt und die Elefantenhaut durch eine zentimeterdicke Schicht Optimismus ersetzt. Doch eines zeichnet den „Sonnige Grüsse“-Typ besonders aus: Er ist der King des Smalltalks! Schafft er es sogar, in nur zwei Wörtern ein neues Gesprächsthema zu beginnen.

 

BG

Hello, Workaholic! Klar, du bist immer im Stress, meidest andere Menschen und nimmst dir deswegen auch immer nur kurz Zeit für ernsthafte Unterhaltungen. WhatsApp ist dein bester Freund, wo du dich vor allem durch deine kreativen Abkürzungen auszeichnest. Da sie schon so selbstverständlich für dich sind, verwendest du sie auch in E-Mails. Achtung, Fettnäpfchenalarm! Denn Abkürzungen wie MfG, BG oder VG wirken nicht nur lieblos, sondern signalisieren deinem Geschäftspartner auch, dass du die Nachricht für ihn nur schnell zwischen zwei Meetings hingeschmiert hast.

 

Mit freundlichen Grüssen

Du machst deinen Job schon seit einer halben Ewigkeit? Jeden Tag das gleiche Prozedere? Scheint wohl auch der Grund zu sein, warum dir langsam die Kreativität bei deinen E-Mails abhanden gekommen ist und du auf den alt bewährten Klassiker zurückgreifst. Hoffentlich versinkst du jedoch nicht vollkommen in Selbstmitleid und hängst auch noch ein „aus Hamburg“ daran. Denn so zeigst du deinem Empfänger, dass vor allem eines am Programm steht: du und dein langweiliger Job. Probiere es besser einmal mit einem Ausbruch aus dem Alltagsgrau und einem „nach Köln“, oder wo dein Brieffreund auch immer sitzt.

 

Liebe Grüsse

Du bist immer ein bisschen touchy, stehst auf Körpernähe und hast vielleicht ein kleines aber feines Muttersyndrom? Höchstwahrscheinlich, denn wer „Liebe Grüße“ als Abschlussfloskel verwendet, will vor allem eines: Die Kollegen sollen sich in deinen Armen wohlfühlen und wissen, dass sie jederzeit zu dir kommen können. Sei dabei allerdings vorsichtig! Verwendest du jene Grußform bei den falschen Leuten, wirkt es schnell nervig und zu vertraut.

 

Hochachtungsvoll

Haaatschi! Pfuh, hast du schon einmal an abstauben gedacht? Genauso verstaubt ist nämlich auch dein E-Mail-Wortschatz. Womit man im vorigen Jahrhundert vielleicht noch jemanden Respekt gezollt hat, katapultiert man sich heute automatisch direkt ins Archiv. Dort hast du dann immerhin genügend Zeit, um deinen Anzug mal von den zahlreichen Mottenkugeln zu befreien.

 

Viele Grüsse

Liebst du es in den Bergen wandern zu gehen und auf schmalen Gratwanderungen einen Fuss vor den anderen zu setzen? Auf jeden Fall bist du aber ein freundliches Individuum, das nicht genau weiss, wo es die Grenze zwischen Privatem und Geschäftlichem ziehen soll. Deswegen wählst du den netten Mittelpfad, der dich bei neuen Geschäftspartnern auf Anhieb sympathisch wirken lässt und bei Kollegen für ein gutes Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz sorgt.

 

Schöne Grüsse

Wetten, du wolltest bereits deinen ersten Schwarm mit deiner Dichtkunst beeindrucken? Tja, höchstwahrscheinlich ist es auch nur bei einem Schwarm geblieben, denn auf Möchtegern-Poeten stehen eher wenige. Auch wenn Shakespeare in seinen Werken versucht hat, das Wetter und die Visagen seiner Auftraggeber schön zu reden, heißt das noch lange nicht, dass du seinem Vorbild folgen solltest. Oder wird das nächste Produkt deiner Dichterfeder „Hässliche Grüsse“ sein?

 

Einen guten Start in die Woche

Auf  die Plätze, fertig, los! Hinter jener Floskel verbirgt sich nicht nur ein hochmotivierter Mitarbeiter, sondern vielleicht auch der ideale Sportcoach. Schliesslich schnappt er jede Aufgabe als Herausforderung auf und will der Beste sein. Gut für dich: Willst du eine schnelle Antwort, kriegst du sie bestimmt. Rennt doch bei wahren Sportlern immer die Stoppuhr mit, nicht wahr?

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