Aus diesen 10 Gründen sagen dir Personaler wirklich ab

Über Wochen hast du auf deinen Traumjob gehofft und dann kam sie doch: Die Absage. Nach der großen Enttäuschung solltest du aber nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, sondern überlegen, was der Auslöser für die Absage gewesen sein könnte. Wir können dir dabei helfen und stellen dir zehn Gründe für eine Jobabsage vor. Übrigens: Weil man bei Jobabsagen unterscheiden muss, ob sie vor oder nach dem Bewerbungsgespräch stattfinden, haben wir unsere Liste gleich für dich unterteilt.

 

Absagegründe vor dem Bewerbungsgespräch

Konntest du deine Persönlichkeit und deine Fähigkeiten erst gar nicht im Bewerbungsgespräch unter Beweis stellen, weil schon vorher die Absage in dein Postfach flatterte? Nicht aufgeben und besser direkt für die nächste Bewerbung daraus lernen! An diesen fünf Gründen könnte es gelegen haben.

 

1. Dein Anschreiben war unvollständig oder fehlerhaft

Personaler müssen jeden Tag unzählige Bewerbungen lesen und sortieren deshalb schnell aus. Ein Anschreiben ohne angehängte Zeugnisse fällt dabei genauso durch das Raster wie eine Bewerbung mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern. So passiert es dann, dass du mal wieder eine Absage erhältst. Unser Tipp: Bitte Freunde oder Familie darum, dein Anschreiben zu lesen. Selbst fallen dir deine eigenen Fehler nämlich vielleicht gar nicht mehr auf. In diesem Unternehmen war es übrigens nicht der Bewerber, der mit Rechtschreibfehlern nur so um sich warf. Ganz im Gegenteil: Ein Bewerber berichtet in seiner kununu Bewertung, dass er eine Bestätigungsmail voller falscher Sonderzeichen erhalten hat. Das geht besser!

 

2. Du bist für den Job über- oder unterqualifiziert

Die einen sind ein Kompliment, die anderen wohl eher nicht: Absagen wegen Über- bzw. Unterqualifikation. Lies die Stellenanzeige ganz genau durch. Erfüllst du die Anforderungen zum Großteil? Dann brauchst du vermutlich vor Unterqualifikation keine Angst haben. Du musst nämlich nicht unbedingt jede Anforderung erfüllen, um für eine Stelle geeignet zu sein. Ob du für einen Job überqualifiziert bist, erkennt man da schon etwas schwerer. Wir erklären dir das Problem anhand eines Beispiels: Dieser kununu User sagt, dass ihn ein Arbeitgeber wegen seiner Überqualifikation ablehnte. Bei ihm lag es daran, dass der Job nicht als Führungsposition ausgeschrieben und die Gehaltsspanne eher niedrig angesetzt war. Das Unternehmen könnte also befürchtet haben, dass der Bewerber auf Dauer im Unternehmen nicht glücklich werden würde und schnell kündigen könnte.

 

3. Deine Gehaltsvorstellungen stimmen für das Unternehmen nicht

Von der Überqualifikation direkt zu den hohen Gehaltsansprüchen. In Österreich muss in Stellenanzeigen gesetzlich verpflichtend ein Mindestgehalt angegeben werden. Daran kann man sich schon gut orientieren und erkennt, ob dieser Betrag mit den eigenen Vorstellungen annähernd übereinstimmen könnte. Deutsche und Schweizer haben es da nicht so leicht. Sie müssen vor der Bewerbung recherchieren, wie viel sie in der neuen Position verdienen könnten. Bist du zufällig Bauingenieur oder Marketing Manager und überlegst noch, wie viel Gehalt du verlangen kannst? Dann haben wir etwas für euch – hier entlang für das Gehalt eines Bauingenieurs und an dieser Stelle für das eines Marketing Managers klicken. Grundsätzlich heißt es, dass man lieber mit einer etwas höheren Gehaltsvorstellung pokern soll, um in der Verhandlung noch etwas Spielraum zu haben. Aber auch diese Strategie geht nicht immer gut. Diese Firma ging nämlich sogar so weit und meldete sich nach der Bekanntgabe der Gehaltsvorstellung nie wieder bei einem Bewerber.

 

4. Du passt nicht zum Unternehmen

Wie könnten deine Kollegen bei deinem möglichen Arbeitgeber so drauf sein? Sind sie eher Öko-Hipster mit Jutebeuteln oder doch steife Anzugträger? Davon abhängig solltest du deine Bewerbung gestalten. Den Personaler im hippen Unternehmen wirst du mit dem altmodischen Lebenslauf – womöglich gespickt mit den Berufen deiner Eltern – wohl kaum überzeugen. Er tippt schon ganz wild die Absage in sein MacBook. In Unternehmen, denen solche Werte und Traditionen wichtiger sind, kannst du dagegen mit einer Videobewerbung weniger punkten. Wir können uns also nur wiederholen: Informiere dich vorab über das Unternehmen. Die Arbeitgeberbewertungsplattform kununu kann dir dabei helfen. Du gibst einfach den Namen des gesuchten Unternehmens in die Suchleiste ein und kannst dich direkt durch unzählige Bewertungen klicken.

 

5. Die Stelle wurde bereits vergeben

Auch das ist natürlich möglich. Nicht bei jeder Stellenanzeige steht das Veröffentlichungsdatum dabei und auch der Einstellungszeitpunkt wird vom Unternehmen nicht immer erwähnt. Da kann es leicht sein, dass du mit deiner Bewerbung einfach ein paar Tage zu spät gekommen bist. Eine solche Jobabsage muss also gar nichts mit deinen Fähigkeiten und deiner Qualifikation zu tun haben. Sofern der Personaler aber bei deiner Bewerbung nicht vor Begeisterung vom Hocker fällt, wird er den ganzen Bewerbungsprozess nicht noch einmal wiederholen. Jedenfalls nicht, wenn er den Job bereits einem gut geeigneten Kandidaten zugesagt hat.

 

Absagegründe nach dem Bewerbungsgespräch

Mittlerweile hast du eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen. Aber freue dich nicht zu früh. Es gibt immer noch fünf Gründe, wieso du jetzt eine Jobabsage bekommen könnest. Wir zeigen sie dir!

 

1. Du kannst deine Qualifikationen nicht belegen

In deinem Lebenslauf schreibst du von Auslandserfahrung, schier utopischen Hard und Soft Skills und außergewöhnlichen Sprachkenntnissen. Beweise dafür? Gibt es nicht. Wir versetzen uns einmal in die Lage des HRlers. Wahrscheinlich würden wir genauso wenig jemanden einstellen, der nicht beweisen kann, was er in seinem Berufsleben schon gemacht hat. Du könntest schließlich gelogen haben, um bessere Chancen auf den Job zu bekommen. Fordere also spätestens bis zum Bewerbungsgespräch etwaige Zeugnisse von deinen (Ex-)Arbeitgebern oder von schulischen und universitären Einrichtungen ein. Im Notfall kannst du zumindest bei den Arbeitsnachweisen auf deine Versicherungsdaten zurückgreifen. Aus diesen geht nämlich hervor, wann du für welches Unternehmen tätig warst.

 

2. Du und der Personaler hattet keine gemeinsame Basis

Uns allen ging es schon einmal so: Wir haben jemanden gesehen und wussten von Beginn an, dass uns die Person unsympathisch ist. Das kann dir auch mit einem Personaler passieren. Auf den ersten Blick ist das für dich blöd gelaufen, weil die Wahrscheinlichkeit für eine Absage damit ins Unermessliche steigt – obwohl du gar nichts dafür kannst. Auf den zweiten Blick musst du dir aber eingestehen, dass du in diesem Unternehmen sowieso nicht glücklich geworden wärst. Mit HR hat man immerhin im Berufsleben sehr viel zu tun.

 

3. Die Stelle wird intern besetzt

Ja, auch das soll es geben. In manchen Branchen und Berufsfeldern müssen Stellen verpflichtend öffentlich ausgeschrieben und externe Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Eigentlich spekuliert aber schon ein interner Mitarbeiter auf den Posten und wird – weil er bereits eingearbeitet wurde und die Materie kennt – gegenüber dir als Externer im Bewerbungsprozess bevorzugt. Diese Vorgehensweise ist zwar häufig gängige Praxis, kann aber für dich in großer Enttäuschung über die Absage enden. Leider ist dieser Absagegrund kaum von dir selbst beeinflussbar. Du kannst aber nach dem Bewerbungsgespräch immer um Feedback bitten und nachfragen, woran es genau gelegen hat. Gegen einen qualifizierten internen Bewerber wirst du es aber immer schwer haben. Dieser Bewerber kann davon ein Liedchen singen.

 

4. Du bist auf dem zweiten Platz gelandet

Der ganze Bewerbungsprozess ist durchlaufen und dein Gefühl sagt dir, dass es endlich mit dem Traumjob geklappt hat. Und dann? Die Absage, weil ein Bewerber gefunden wurde, der besser zu der Stelle passt. Du denkst dir: Oh nein, Pech gehabt. Das ist aber bei diesem Absagegrund gar nicht der Fall. Du konntest zwischen vielen Bewerbern so überzeugen, dass nur eine weitere Person besser für den Job geeignet war als du. Das ist ziemlich gut! Sei also nicht traurig. Bei der nächsten Bewerbung bist vielleicht dann du derjenige, der einen anderen Bewerber im Kampf um den Job aussticht.

 

5. Dein Auftritt im Bewerbungsgespräch konnte nicht überzeugen

Der Klassiker. Nachdem du dir eine halbe Stunde vor dem Vorstellungsgespräch noch den Beruhigungskaffee über die Kleidung geleert hast und dich deshalb umziehen musstest, bist du zu spät gekommen. Und die Pechsträhne ging direkt weiter. Dir wurden die kuriosesten Bewerbungsfragen gestellt: Welches Ikeamöbelstück wären Sie gerne? Trinken Sie Bier? Wenn Sie ein Verkehrsschild wären, welches wären sie dann? Darauf warst du kein Stück vorbereitet und hast deshalb im Bewerbungsgespräch nur noch gestammelt und herumgedruckst. Der Personaler? Sah nicht gerade beeindruckt aus und schickte dir mangels Schlagfertigkeit und Überzeugungskraft ein wenig später die Absage.

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